Die Räuber der Herzen

von Bonn Park
nach Friedrich Schiller

Uraufführung 30/09/2021

SchauSpielHaus

Dauer: ca. Eine Stunde. Vierzig Minuten. Keine Pause.

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Die Räuber sind Ganoven. Ihr Ideal verratend, sich für die Armen und Unterdrückten einzusetzen, stehlen sie Gold und Pferde, bedienen sich frei an Zivilisation und Natur. In einem außer Kontrolle geratenen sozialen Gefüge rechnet Friedrich Schiller in seinem ersten Stück mit Staatswillkür ab und setzt sich mit dem Bösen auseinander, sucht nach Kippmomenten, in denen grundsätzliche Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Respekt verraten werden.

Bonn Park geht es in seiner Bearbeitung des Stoffes um eine Utopie, ein Gefühl, nach dem wir uns sehnen, einen Cut in der Geschichte, der Schönheit und neue Ideen an die Stelle von Griesgrämigkeit setzt. Schillers Figuren eint das Begehren zu wissen, wer sie sind und, in der Happy-End-Version, wer sie sein könnten: Die besseren Räuber. Diese Räuber glänzen, sie sind freundlicher denn je und begehen nur noch die richtigen Verbrechen. Sie lassen andere ausreden, respektieren jene, die nie respektiert werden – und bringen die zur Strecke, die sich weigern, in makellosem Zauber zu leben.

Der 1987 geborene Regisseur und Dramatiker Bonn Park studierte ab 2010 Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin, gleichzeitig zeigte er erste Arbeiten an der Volksbühne Berlin. Seine Stücke wurden oft prämiert, so zuletzt seine Uraufführung »Drei Milliarden Schwestern« 2018 an der Volksbühne Berlin. Für diese Arbeit bekam er den Friedrich-Luft-Preis und wurde in der Kritiker*innen Umfrage von Theaterheute zum Nachwuchsregisseur des Jahres 2019 gewählt.


Fotos: Thomas Aurin

Es spielen: Eva Bühnen, Sachiko Hara, Jonas Hien, Matti Krause, Sasha Rau, Angelika Richter Zauberer: Jan Logemann Musikerin: Fee Aviv Marschall

Regie: Bonn Park Bühne und Kostüme: Laura Kirst Licht: Andreas Juchheim Dramaturgie: Anika Steinhoff Komposition: Ben Roessler

Pressestimmen

Hamburger Abendblatt

„Einen Traum von einem Glücksspielparadies hat Ausstatterin Laura Kirst auf der Bühne des Malersaals im Schauspielhaus errichtet. Inklusive Leuchtröhrenpalmen und Herz-Automaten. […] Die Gendergrenzen sind in dieser Inszenierung wohltuend durchlässig. Das ist sehr schräg, aber trotzdem irgendwie schön, greift Bonn Park hier doch das verbreitete Lebensgefühl der totalen Verunsicherung auf. Er schöpft aus einem Geist der Freiheit, den man beneidenswert nennen muss. […] Mit Schiller hat das am Ende eher im weiteren Sinne noch zu tun. Man ist ein wenig verstört, aber auch fasziniert, mit welcher Unerschrockenheit Bonn Park hier den Klassiker auf dem Casino-Parkett zerlegt. Das aber schon mit ziemlich großem Besteck.“

Hamburger Morgenpost

„Regisseur Bonn Park nimmt Handlungselemente von Friedrich Schillers ‚Die Räuber‘ und verwebt sie im Malersaal mit dem Feelgood-Gangstermovie ‚Ocean’s Eleven‘. Das Resultat ist ein bunter Remix, der unterhaltsam, berührend, auch mal albern, aber vor allem sehr originell ist. In den gut 90 Minuten bereiten die Darsteller:innen in dem tollen Bühnenbild und klasse Livemusik eine Menge Vergnügen.“

taz

„Das Mashup aus dem gewaltfreien Heist-Movie und Schillers Jugendwerk ist ein assoziatives und heiteres Stück Theater über gute Gefühle und ein bisschen Zuversicht. Es ist ein Stück, in dem der Autor Schiller streift oder vertont – verortet in einem leuchtend roten, trashig schönen Casino.“

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