Aus dem Leben

Ein Projekt von Brigitte Venator und Karin Beier
Textbearbeitung von Julian Pörksen

Termine

15/
12/Mi MalerSaal

„Der freiwilligste Tod ist der schönste. Das Leben hängt vom Willen der anderen ab – der Tod von unserem“, sagt der französische Philosoph und Essayist Michel de Montaigne. Der einflussreiche Philosoph des 16. Jahrhunderts stellt die Autonomie des Menschen auch im Angesicht des Todes in den Vordergrund seiner Reflexionen. Und eben diese Frage, ob die Freiheit des Menschen auch die Freiheit zum Tod umfasst, ist im 21. Jahrhundert wieder hochaktuell. In dem Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung versus Schutz des Lebens verläuft die Debatte um die Sterbehilfe in Deutschland, nachdem das Bundesverfassungsgericht im Februar 2020 das geltende Verbot der „geschäftsmäßigen“ Suizidhilfe für nichtig erklärt hat.
Das Gericht musste sich mit der Frage auseinandersetzen, ob der Staat dem Sterbewilligen Hindernisse in den Weg legen darf, weil es um das höchste Gut unseres Wertesystems geht – um das Leben? Oder muss er im Gegenteil den Patient*innen bei seinem Schritt im Sinne des freien Willens unterstützen?
In diesem Theaterabend kommen verschiedene Stimmen zu Wort und berichten über ihre Erlebnisse und Perspektiven auf die Debatte um Sterbehilfe in Deutschland.

Motiv: Rocket&Wink

Es spielen: Lina Beckmann, Markus John, Carlo Ljubek, Maximilian Scheidt, Julia Wieninger Trompete: Hans Christian Stephan, Philipp Kacza Drums: Marco Möller Tuba: Sebastian Hoffmann Posaune: Sebastian John

Regie: Karin Beier Bühne: Amber Vandenhoeck Kostüme: Wicke Naujoks Licht: Björn Salzer Musik: Jörg Gollasch Dramaturgie: Beate Heine Choreografische Mitarbeit: Valentí Rocamora i Torà
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