Alles nur aus Zuckersand 10+

von Dirk Kummer
in einer Fassung von Franziska Stuhr und Till Wiebel

Uraufführung 15/01/2022

Große Bühne Wiesendamm

Termine

15/
01/Sa Große Bühne Wiesendamm / Uraufführung

„Mir wird plötzlich klar, dass Jonas und ich genau durch diese Mauer getrennt sein werden. Mein Freund drüben und ich hier. Kontaktsperre auf unbestimmte Zeit.“

Fred und Jonas sind zehn Jahre alt und Freunde fürs Leben. Sie gehen in die gleiche Klasse, verbringen ihre Freizeit am Falkensee mit Abenteuerspielen und träumen davon, eines Tages gemeinsam nach Australien zu reisen. Ihre Kindheit ist alles andere als unbeschwert. Sie wachsen im Ost-Berlin der 1970er Jahre auf und ihr Alltag ist gezeichnet von DDR-Ideologie und sozialer Kontrolle. Auf ihren Streifzügen nahe der Grenze erleben sie sogar, wie dort auf Menschen geschossen wird. Freds Vater ist Zollbeamter und fordert linientreu-es Verhalten von Frau und Kindern ein. Jonas hingegen wächst allein mit seiner Mutter auf, die Christin ist und ihren Sohn freiheitlich erziehen will. Als Jonas’ Mutter für sich und ihren Sohn einen Ausreiseantrag in die BRD stellt, werden sie gesellschaftlich geächtet und Fred darf seinen Freund nicht mehr treffen. Plötzlich merken die beiden, dass West-Berlin für Ost Berliner*innen genauso weit weg ist wie Australien. Schließlich schmieden die Freunde einen abenteuerlichen Plan, wie sie sich wiedersehen können …

Das Kinderbuch „Alles nur aus Zuckersand“ von Dirk Kummer basiert auf seinem eigenen, preisgekrönten Fernsehfilm „Zuckersand“. Dirk Kummer, der selbst in Ost-Berlin aufgewachsen ist, erzählt detailgetreu, tiefgründig und bedacht vom Leben in der DDR aus der Kinderperspektive. Franziska Stuhr wird die berührende Geschichte über Freundschaft und Diktatur am Jungen SchauSpielHaus zur Uraufführung bringen.


Bild: Andreas Haase / Sinje Hasheider

Es spielen: Hermann Book, Severin Mauchle, Christine Ochsenhofer, Alicja Rosinski, Nico-Alexander Wilhelm

Regie: Franziska Stuhr Ausstattung: Anna Brandstätter Komposition: Jan Paul Werge Dramaturgie: Till Wiebel
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